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„Die Augen des Weges“


Foto: © Arsenal Filmverleih

Waren Sie schon einmal in den peruanischen Anden unterwegs? Dann haben Sie vielleicht sogar Glück gehabt und einen von ihnen getroffen: einen sogenannten "paq`o", einen Heiler, der scheinbar ziellos auf dem Hochland zwischen den Bergen umherwandert und überall seine Hilfe anbietet, wo diese benötigt wird. Falls nicht, so bietet der Film "Die Augen des Weges" des peruanischen Regisseurs  Rodrigo Otero Heraud jetzt die Gelegenheit dazu. Heraud nimmt den Kinozuschauer in seiner 84-minütigen Dokumentation mit auf eine Wanderung gemeinsam mit dem Heiler Hipólito Peralta Ccama.

Dabei durchstreift man die karge und doch wunderschöne Landschaft der peruanischen Anden, die grünen, fruchtigen Täler genauso wie steinige Hochflächen, erlebt Nebel und Regen, aber auch Sonne und Trockenheit. Man lernt seltsam anmutende, mystische Rituale sowie traditionelle Lebensweisen kennen, immer in Einklang mit und in Hochachtung vor der Mutter Natur. Denn das ist es, was den Heiler antreibt, was seine Lebensaufgabe darstellt: Er will den Menschen den Sinn des Lebens erklären, und sie auf den richtigen Weg des Lebens führen. Und dieser besteht gewiss nicht darin, möglichst viele Reichtümer anzuhäufen und Macht und Einfluss im Leben zu gewinnen.

 "Die Augen des Weges" ist ein vordergründig beruhigender Film, gespickt mit wunderschönen Landschaftsaufnahmen. Er ist so etwas wie ein filmischer Gang entlang eines Jakobswegs, an dessen Ende die Selbstfindung und eine höhere Erkenntnis steht. Zurück zu Ruhe und Natur, zu Nächstenliebe und sozialem Engagement, das ist die Botschaft. Doch was bleibt am Ende, angesichts der großen Krisen, die unseren Planeten aktuell überziehen und die Menschen vergiften? Selbst der Heiler Ccama kennt darauf keine Antwort...