


Alexander von Humboldt – sein Name ist untrennbar mit Südamerika verbunden. Seine fünfjährige Reise durch den Kontinent fasziniert noch heute Laien wie Wissenschaftler und hat gerade für Letztere Maßstäbe gesetzt und unschätzbare Entdeckungen gebracht. Ist es aus heutiger Sicht bereits ein sehr schwieriges und gefährliches Unterfangen dorthin zu reisen, wo Humboldt hingereist ist, so mag man sich die Kühnheit und den Mut, aber auch ein bisschen die Verrücktheit, die notwendig ist, so ein Unternehmen im 19.Jahrhundert durchzuführen, schier kaum vorstellen. Was hat Humboldt zu diesem Wagnis bewogen? Was hat er während seiner Reise alles entdeckt? Welches Vermächtnis hat Humboldt bis in die Gegenwart hinein hinterlassen?
Genau diesen Fragen geht Ulli Kulke in seinem Bildband „Alexander von Humboldt – Reise nach Südamerika“ nach. Reichlich bebildert, mit aktuellen Fotos und originalen Aufnahmen, Zeichnungen, historischen Karten und Tagebuchauszügen zeichnet Kulke ein sehr lebendiges Bild des großen Entdeckers. Chronologisch führt er den Leser an die wichtigsten Stationen der fünfjährigen Expedition, vom Orinoko, über den Rio Magdalena bis hin zum Gipfel des Chimborazo. Dazwischen erklärt Kulke auch die geschichtlichen Hintergründe und damaligen Rahmenbedingungen.
„Alexander von Humboldt – Reise nach Südamerika“ erhebt dabei nicht den Anspruch einer wissenschaftlichen Abhandlung, vielmehr bietet das Buch eine gelungene Mischung aus Information und Unterhaltung. Es ist leicht zu lesen und durch die zahlreichen Abbildungen und textlichen Einschübe lernt man als Leser sehr schnell die wichtigsten Fakten und Zusammenhänge, ohne dass dabei Langeweile aufkommen würde. Alles in allem eine überaus gelungene Aufarbeitung eines umfangreichen geschichtlichen Themas – geeignet für große wie auch für kleine Leser.


