



"Es ist vielleicht illegal, aber es ist richtig" Dieser Satz aus dem Film beschreibt wohl am ehesten die Aktivitäten der Sea Sheperd Organisation unter ihrem Anführer Paul Watson. Schiffe werden gerammt, oder beworfen, Grenzen gibt es für die Aktivisten dabei wenige. Und dennoch, wenn man das Leid der Meerestiere sieht, die beim Walfang Jahr für Jahr gequält und getötet werden, dann scheint der Zweck die Mittel zu heiligen. Im Film "Bekenntnisse eines Ökoterroristen" von Peter Brown dürfen die geschockten Zuschauer nun hinter die Kulissen dieser Machenschaften blicken. Und das hautnah, so dass man schon nach kurzer Zeit meint, selbst dabei zu sein. Dabei auf schwankenden Schiffen, bei Wind und Wetter, wenn das Meerwasser über die Rehling schwappt, dabei bei der Suche, nach einem weiteren Walfangschiff. Doch wenn das Unternehmen von Erfolg gekrönt ist und man die schönen Tiere glücklich und gesund in freier Wildbahn sehen darf, dann ist alle Mühe, alle Sorge und Aufregung vergessen. Zwar fragt man sich, warum sich die Aktivisten über jegliche Grenzen und Gesetze hinwegsetzen können, warum diese moderne Art der Piraterie in der heutigen Zeit überhaupt möglich ist, aber genauso fragt man sich, warum sie überhaupt noch notwendig ist. Warum es immer wieder Menschen gibt, die das sinnlose Abschlachten von Tieren gedankenlos hinnehmen. Ob die Art und Weise der Sea Sheperd Conservation Society wirklich die richtige ist, darüber lässt sich nach diesem Film sicher gut diskutieren - die Art und Weise, wie mit den wunderschönen Tieren, den Walen und anderen Meeresbewohnern umgegangen wird, ist aber sicher nicht die richtige.
Regie: Peter Brown
Besetzung: Peter Brown, Robert Hunter, Paul Watson
Originaltitel: Confessions of an Eco-Terrorist
Genre: Dokumentation
Laufzeit: 90 Minuten
Produktionsland: USA
Produktionsjahr: 2011

