


Mütter und Töchter vom kolumbianischen Regisseur Rodrigo Garcia - zum Inhalt braucht man nicht viel sagen, das meiste sagt der Titel bereits aus. Drei Frauen und drei Schicksale und alle sind sie Mutter oder Tochter oder beides - oder sie möchten beides sein, können es aber nicht - oder nicht mehr. Das Leben dieser drei Frauen wird vor allem beeinflusst durch diese vorhandenen, verlorenen oder erhofften Mutter-Tochter-Beziehungen.
Mütter und Töchter ist am Anfang eine etwas seltsame Mischung aus tiefgehenden Gefühlen und oberflächlicheren Handlungen, was dem Film zunächst einen etwas seltsamen Touch verleiht. Doch schnell merkt man, was hinter dem ganzen steht - Auswegsuchende Frauen, die ihr Leben zwar mit Bravour meistern und mit beiden Beinen im Leben stehen, die jedoch in Wirklichkeit einsam und verletzlich sind. Eindrucksvoll eingefangen werden die Gefühle der Hauptfiguren durch die Kameraführung vom in Mexiko Stadt geborenen Xavier Pérez Grobet, der zu Recht als einer der gefragtesten Kameraleuten in Hollywoods Traumfabrik zählt und schon viele bekannten Schauspieler mit der Kamera begleitet hat. Dieser Blick hinter die Fassade ist es auch, was dem Film seine persönliche Note verleiht und den Zuschauer in seinen Bann zieht. Denn der Handlungsstrang an sich ist größtenteils zu konstruiert. Zu sehr wird den Zufällen auf die Sprünge geholfen. Auch driften die Handlung und das was die Charaktere durchmachen an manchen Stellen sehr weit auseinander. Oft wirkt die Handlung zu schnell, im Vergleich zu den psychischen Problemen, die die drei Frauen durchleben.


